Seit diesem Jahr dürfen Krankenkassen Zusatzbeiträge individuell festlegen, die der Arbeitnehmer bezahlt.

Basis der gesamten Berechnung der KV-Beiträge ist der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung, der zum Jahresanfang auf 14,6 % festgelegt wurde. Hiervon tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte, also 7,3 %. Hinzu kommt der Zusatzbeiträg, der je nach Krankenkasse zwischen 0,0 und 1,3 % beträgt. Den Zusatzbeitrag zahlt der Arbeitnehmer allein. Er wird bei der Lohnermittlung einbehalten und vom Arbeitgeber zusammen mit dem allgemeinen KV-Beitrag an die jeweilige Krankenkasse abgeführt.

Zum Vergleich: Bis ins Jahr 2014 gab es den allgemeinen Beitragssatz von 15,5 %, wovon 8,2 % der Arbeitnehmer und 7,3 % der Arbeitgeber zahlte.

Ein Rechenbeispiel für 2015: Bei einem Bruttoverdienst von 2000 € und einem Zusatzbeitrag von 1 % zahlt der Arbeitnehmer monatlich 20 € als Zusatzbeitrag. Wechselt er in eine Krankenkasse mit einem Zusatzbeitrag von 0,5 %, so zahlt er nur noch 10 €. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich eine Ersparnis von 120 €.

Man sieht, der Gesetzgeber möchte mit dieser Maßnahme den Wettbewerb zwischen den Kassen erhöhen.

Wenn eine Krankenkasse den kassenindividuellen Beitragssatz erstmalig erhebt oder erhöht, hat der Versicherte ein Sonderkündigungsrecht.

Eine Übersicht über die aktuellen Zusatzbeiträge finden Sie auf den Seiten des GKV-Spitzenverbandes (http://www.gkv-zusatzbeitraege.de).

Was macht Quick-Lohn?

Quick-Lohn liefert Ihnen die Zusatzbeiträge aller Krankenkassen in der Beitragssatzdatei mit. Sie als Anwender brauchen keine weiteren Eingaben vorzunehmen.

Für bestimmte Arbeitnehmer gilt ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag unabhängig davon, welchen Zusatzbeitrag die jeweilige Krankenkasse festgesetzt hat. Dieser durchschnittliche Zusatzbeitrag wird per Gesetz für ein Jahr festgelegt und beträgt 0,90 % für 2015. Er gilt u.a. für Auszubildende mit einer Ausbildungsvergütung unter 325 € und im freiwilligen sozialen/ökologischen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst. Quick-Lohn berechnet in solchen Fällen automatisch den richtigen Zusatzbeitrag.