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Ihre Eingaben

Gesamter Bruttomonatslohn
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Davon zusätzliches Urlaubsgeld

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Davon Überstundenauszahlungen

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Davon Zahlungen aus besonderen Betriebsanlass oder Treuegelder

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Davon Zulagen für auswärtige Beschäftigungen

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Davon Entgelt für selbsgestelltes Arbeitsmaterial

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Davon Gefahren-, Schmutz- und Erschwerniszulagen

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Davon Weihnachtsgeld

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Davon sonstige nicht pfändbare Beträge

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Steuerklasse
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Kirchensteuer
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Krankenversicherung
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Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung
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Rentenversicherung
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Pflegeversicherung
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Kinderfreibetrag
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Unterhaltspflichtige Personen
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Monat und Jahr der Abrechnung
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Ergebnisse

Pfändbarer Betrag
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Gesamter Bruttolohn
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Pfändbarer Bruttolohn
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Pfändbares Netto
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Nicht pfändbare Beträge
Summe nicht pfändbare Beträge
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Steuern
Solidaritätszuschlag
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Kirchensteuer
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Fiktive Lohnsteuer
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Summe Steuern
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Sozialabgaben
Krankenversicherung
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Zusatzbeitrag Krankenversicherung
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Rentenversicherung
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Arbeitslosenversicherung
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Pflegeversicherung
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Summe Sozialabgaben
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Lohnpfändung "kurz" erklärt

Über Lohnpfändung gibt es ganze Bücher und Seminare und es ist ein umfassendes Thema mit einigen gesetzlichen Fallstricken. Dennoch möchten wir Ihnen, aus Sicht des Lohnabrechners, hier in aller Kürze die Lohnpfändung erläutern. Der Pfändungsrechner kennt alle untenstehenden Berechnungsschritte und Bedingungen und ermittelt den pfändbaren Betrag anhand Ihrer Eingaben. Bitte beachten Sie, dass es sich hier um Sachpfändungen handelt und nicht um Unterhaltspfändungen.

Die Lohnpfändung (auch Gehaltspfändung genannt) ist eine Art der Zwangsvollstreckung und wird daher von Gläubigern verwendet, um ihre Forderungen geltend zu machen. Sie ist in der Zivilprozessordnung (ZPO) in §850 geregelt. Hier wird genauestens geregelt welche Teile des Arbeitseinkommen pfändbar sind (ZPO §850a), welche Berechnungsmethode anzuwenden ist (§850e ZPO) und welche Pfändungsfreigrenzen gelten (ZPO §850c).

Der Gesetzgeber verpflichtet den Arbeitgeber zur Ermittlung des korrekten Pfändungsbetrags. Das ist der Betrag, der an den Gläubiger abgeführt wird. Der Schuldner bekommt diesen daher gar nicht erst ausgezahlt sondern der Arbeitgeber übergibt den Betrag direkt an den Gläubiger. Für den dadurch entstandenen Mehraufwand erhält der Arbeitgeber keinerlei Aufwandsentschädigung und grundsätzlich kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nicht aufgrund einer Lohnpfändung kündigen.

Die Berechnungsmethode (Nettomethode)

Zur Berechnung muss laut einem Grundsatzurteil des BAG von 2013 (siehe BAG, Urteil vom 17.4.2013 – 10 AZR 59/12) die sogenannte Nettomethode angewendet werden. Hierbei werden im ersten Schritt vom gesamten Bruttolohn die unpfändbaren Anteile abgezogen und ergeben den pfändbaren Bruttolohn. Auf Grundlage des pfändbaren Bruttolohns wird ein fiktives Netto, das sog. pfändbare Netto gebildet. Dazu werden die Steuer- und SV-Abgaben für den pfändbaren Bruttolohn berechnet und abgezogen. Der pfändbare Betrag kann nun im letzten Schritt mithilfe des pfändbaren Nettos und der Anzahl der unterhaltspflichtigen Personen des Schuldners aus der Pfändungstabelle abgelesen werden. Der Auszahlbetrag für den Arbeitnehmer ergibt sich durch die Berechnung des tatsächlichen Nettos (ganz normale Berechnung der SV- und Steuerabgaben) und wird dann um den Pfändungsbetrag gekürzt. Unten finden Sie ein konkretes Berechnungsbeispiel, das den Ablauf veranschaulicht.
Der schwierigste Teil besteht also in der Ermittlung des pfändbaren Nettolohns.

Überblick Ermittlung des pfändbaren Nettolohns:

Welche Teile sind unpfändbar bzw. nur zum Teil pfändbar?

§850a ZPO weist folgende Beträge als unpfändbar aus:

  • 50% der Überstundenauszahlungen
  • zusätzliches Urlaubsgeld (Urlaubsgeld ist hingegen voll pfändbar)
  • Zuwendungen aus besonderen Betriebsereignissen und Treuegelder, soweit sie den üblichen Rahmen nicht übersteigen
  • Aufwandsentschädigungen und Zulagen für auswärtige Beschäftigungen
  • Entgelt für selbstgestelltes Arbeitsmaterial
  • Gefahren-, Schmutz- und Erschwerniszulagen (nach einem Urteil vom Bundesarbeitsgericht -BAG, Urteil v. 23.08.2017 - 10 AZR 859/16- sind nur Zulagen für Sonn-, Feiertags-, und Nachtarbeit unpfändbar. Sonstige Zulagen für unübliche Arbeitszeiten sind pfändbar)
  • Weihnachtsgeld bis max. zur Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, max. jedoch 500€
  • Geburtsbeihilfen unter bestimmten Vorraussetzungen (siehe dazu § 850a Nr. 5 ZPO)
Außerdem -aber für den Arbeitgeber meist unrelevant- Erziehungsgelder, Studienbeihilfen und ähnliche Bezüge, Sterbe- und Gnadenbezüge aus Arbeits- oder Dienstverhältnissen und Blindenzulagen.
Diese Beträge werden daher vom Bruttolohn abgezogen. Wichtig: In unserem Rechner geben Sie stets den vollen Betrag an Bestandteile an, also z.B. 100% der Überstundenauszahlungen. Der Rechner ermittelt hiervon selbstständig den unpfändbaren Anteil.

Pfändungsfreigrenzen

Die Pfändungsfreigrenzen ändern sich alle 2 Jahre zum 1. Juli und werden vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) im Bundesgeseztblatt (BGBl) veröffentlicht. Hier finden Sie die Tabellen der letzten Jahren:
1. Juli 2017 - 30. Juni 2019
1. Juli 2015 - 30. Juni 2017

Wie sieht die Berechnung nun im Detail aus?

Folgendes Beispiel veranschaulicht die Berechnung:

Ausgangslage
Der Arbeitgeber von Herr Müller hat einen Pfändungsbescheid erhalten, der ab diesem Monat (Dezember 2017) bei der Lohnabrechnung berücksichtig werden muss.
Herr Müller erhält ein regelmäßiges Gehalt von 2.700,00 € brutto. Da einige Überstunden angefallen sind aufgrund des Jahreswechsels gewährt der Arbeitgeber ihm eine Überstundenauszahlung von 350,00 € sowie das jährliche Weihnachtsgeld in Höhe von 600,00 €. Außerdem war Herr Müller beruflich viel unterwegs in dem Monat und bekommt für den Aufwand dieser auswärtigen Beschäftigungen 270,00 €.
Herr Müller ist 34 Jahre alt, verheiratet, hat keine Kinder und ist nicht in der Kirche. Er hat eine unterhaltspflichtige Person und die Steuerklasse 3 gewählt. Er ist normal SV-pflichtig mit einem Zusatzbeitrag von 0%.

Ermittlung des Bruttolohns
Monatslohn 2700,00 €
+ Überstunden 350,00 €
+ Weihnachtsgeld 600,00 €
+ Aufwendungen für auswärtige Beschäftigung 270,00 €
= Gesamter Bruttolohn 3.920,00 €

1
Als Erstes wird der gesamte Bruttolohn ermittelt, siehe beistehende Tabelle. Dabei erhält man einen gesamten Bruttolohn von 3920,00 €.

2
Als zweiter Schritt werden die unpfändbaren Lohnanteile ermittelt und summiert. Im Falle von Herr Müller sind das 50% der Überstundenauszahlungen (350,00 € * 50% = 175,00 €), 500 € vom Weihnachtsgeld (bis 50% des Gehalts aber max. 500 €), sowie die kompletten Aufwendungen für auswärtige Beschäftigungen (270,00 €). Daraus ergibt sich der unpfändbare Betrag von 945,00 €.

Ermittlung des unpfändbaren Lohnanteils
50% der Überstundenauszahlung 175,00 €
+ Weihnachtsgeld (bis 50% des Monatslohn, aber max. 500 €) 500,00 €
+ Aufwand für auswärtige Beschäftigung 270,00 €
= Unpfändbarer Lohnanteil 945,00 €
Ermittlung des pfändbaren Nettolohns
Gesamtbrutto 3.920,00 €
- Unpfändbarer Lohnanteil 945,00 €
= Pfändbarer Bruttolohn 2.975,00 €
- Sozialabgaben auf den pfändbaren Bruttolohn 585,33 €
- Steuern auf den pfändbaren Bruttolohn 199,20 €
= Pfändbare Nettolohn 2.190,47 €
=> Pfändungsbetrag laut Tabelle 314,75 €

3
Der dritte Schritt ist die Ermittlung des pfändbaren Nettolohns.
Das Gesamtbrutto wird um die unpfändbaren Teile minimiert und ergibt den pfändbaren Bruttolohn von 2.975,00 €. Auf der Grundlage des pfändbaren Bruttolohns und zusammen mit den SV- und Steuermerkmalen von Herrn Müller werden die SV-Abgaben und die Steuerbeträge ermittelt.
Damit kann der pfändbare Nettolohn errechnet werden.
Nun kann in der Tabelle der Pfändungsbetrag abgelesen werden. Dazu geht man in die Zeile "2.190,00 bis 2.199,99" und die Spalte "1", da Herr Müller ja eine unterhaltspflichtige Person hat.

4
Als vierter und letzter Schritt kann der eigentliche Auszahlungsbetrag für Herrn Müller berechnet werden.
Hierzu wird die normale Lohnabrechnung durchgeführt und dann vom tatsächlichen Nettolohn lediglich der Pfändungsbetrag abgezogen. Somit bekommet Herr Müller für den Monat Dezember 2.414,28 € ausbezahlt.

Ermittlung des Auszahlungsbetrag
Gesamtbrutto 3.920,00 €
- Steuern 419,71 €
- Sozialabgaben 771,26 €
- Pfändungsbetrag 314,75 €
= Auszahlungsbetrag 2414,28 €



Alle Angaben hier sind nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Quick-Lohn übernimmt allerdings keine Haftung für die Richtigkeit der Ergebnisse des Rechners und alle Angaben sind ohne Gewähr.